Fachwerk-Sanierung Stadtteilbüro

Das in städtischem Eigentum befindliche Stadtteilbüro im Erfurter Stadtteil Johannesvorstadt dient als Zweigstelle der Volkshochschule und beherbergt zusätzliche Räume für soziale und nachbarschaftliche Nutzungen. Aufgrund von Feuchteschäden und Pilzbefall an der historischen Fachwerkkonstruktion waren umfassende Instandsetzungsmaßnahmen erforderlich.

Nach einer Bauteiluntersuchung im Jahr 2017 zeigte sich, dass die Außenwände in Teilbereichen stark geschädigt waren. Um den Bestand dauerhaft zu sichern, wurden die betroffenen Wandabschnitte geöffnet und schadhafte Holzbauteile durch geeignete neue Konstruktionselemente ersetzt. Im Zuge des Fachwerkaustauschs mussten die vorhandenen Fenster demontiert werden. Aufgrund teils erheblicher Schäden war eine Wiederverwendung nicht möglich, sodass im Erdgeschoss neue, den heutigen bauphysikalischen Anforderungen entsprechende Fenster eingebaut wurden.

Ergänzend zur Fachwerkinstandsetzung erfolgten die Sanierung des Sockelmauerwerks sowie die gezielte Trockenlegung und Abdichtung des Kellers. Die Innenräume im Unter- und Erdgeschoss erhielten neue Oberflächen.

Auf der Rückseite wurde ein barrierefreier Zugang mit außenliegender Rampe und automatischer Türöffnung hergestellt, um die Zugänglichkeit für alle Nutzergruppen sicherzustellen.

Die Sanierung erfolgte unter Berücksichtigung der bauzeitlichen Substanz mit dem Ziel, die langfristige Nutzbarkeit des Gebäudes zu sichern. Die Maßnahmen verbinden denkmalpflegerische Sorgfalt mit zeitgemäßen Standards für Bildungs- und Verwaltungsbauten.

Date:
Ort:
Erfurt, Thüringen
Zeitraum:
2019 - 2020
Baukosten:
ca. 300.000 €
Bauherr:
Stadt Erfurt
Leistungsphasen:
1 - 8
Büro:
Architekt Maurice Fiedler
Fachplaner:
D. Franke, M. Heyer, T. Brandt, C. Eichholz