Der Umbau einer ehemaligen Produktionshalle aus DDR-Zeiten zur modernen Endmontagehalle für spezialangefertigte Schienenwagen stellte ein Projekt mit hohen technischen Anforderungen und engem Zeitrahmen dar. Der Auftraggeber, ein Unternehmen mit patentierter Verladetechnik für den Bahntransport kompletter LKW-Trailer, entschied sich aufgrund der zentralen Lage, des direkten Gleisanschlusses und vorhandener Portalkräne für diesen Standort als ersten firmeneigenen Fertigungsbetrieb.
Die Halle aus dem Jahr 1974 umfasst rund 3.500 m² Nutzfläche sowie einen angeschlossenen Büro- und Sanitärtrakt mit etwa 300 m². Da das Gebäude ursprünglich für eine andere Nutzung konzipiert war, erforderte insbesondere die Integration schwerer Bauteile und großformatiger Waggonkomponenten umfangreiche Anpassungen an Tragstruktur, Infrastruktur und technischer Ausstattung.
Nach dem vollständigen Rückbau aller Altanlagen, Maschinen und Installationen wurde eine neue, hoch belastbare Bodenplatte mit integrierten Versorgungsschächten hergestellt. Der bestehende Gleisanschluss wurde zurückgebaut und an neuer Position über eine zusätzliche Toröffnung in die Halle geführt. Parallel entstand eine speziell auf die Endfertigung abgestimmte Montagelinie.
Heizung, Portalkräne und Tragwerk wurden instandgesetzt und geprüft, Elektrik und Beleuchtung vollständig erneuert. Eine energetische Dachsanierung sowie die Kernsanierung des Büro- und Sanitärtrakts sichern die langfristige Funktionalität. Trotz eines Zeitrahmens von weniger als einem Jahr wurde der Umbau termingerecht umgesetzt.