Wasserturm am Bahnhof

Der ehemalige Wasserturm von 1888 ist ein prägnantes Zeugnis der Eisenbahngeschichte und ein markanter Bestandteil des Stadtbilds von Hildburghausen. Im Zuge der Umnutzung wird das denkmalgeschützte Bauwerk zu einer modernen Betriebs- und Steuerzentrale für den öffentlichen Nahverkehr transformiert. Ziel ist die Verbindung eines funktionalen, zeitgemäßen Innenraums mit der historischen Hülle als nachhaltige Antwort auf heutige Anforderungen an Infrastruktur, Stadtidentität und Ressourcenschonung.

Unter dem Leitmotiv „klein, aber fein“ wird die rund 72 m² große Fläche durch eine klare, platzoptimierte Raumorganisation effizient genutzt. Der Bestand wird respektvoll ertüchtigt und durch gezielte Eingriffe wie eine neue Galerieebene, raumbildende Glastrennwände sowie maßgefertigte Möbel und Einbauten räumlich und funktional aufgewertet.

Das Erdgeschoss dient als öffentlich zugänglicher Fahrgastbereich mit Ticketverkauf und Wartezone. In den oberen Ebenen sind Leitstelle, Besprechungsraum, Teeküche und Aufenthaltsflächen untergebracht. Barrierefreier Zugang, verbesserte Wegeführung und moderne Gebäudetechnik sichern die Zukunftsfähigkeit des Gebäudes.

Die historische Klinkerfassade bleibt erhalten und wird durch Innen- und Außendämmung energetisch ertüchtigt. Fenster, Türen und Dachverkleidung werden erneuert, ohne das Erscheinungsbild zu verändern. Die Neunutzung reaktiviert ein identitätsstiftendes Bauwerk in zentraler Lage und leistet einen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung und zum sensiblen Weiterbauen im Bestand.

Date:
Ort:
Hildburghausen, Thüringen
Zeitraum:
2024 - 2026
Baukosten:
ca. 450.000 €
Bauherr:
Stadt Hildburghausen
Leistungsphasen:
1 - 8
Fachplaner:
L. Hottenrott, M. Heyer, IEG, CKoncept